Man kennt das aus amerikanischen Actionfilmen: Der Bösewicht wird von der Polizei in rasanter Fahrt verfolgt und schließlich doch ausgebremst, und das alles nach Möglichkeit noch mit waghalsigen Manövern. Die Polizei in der englischen Grafschaft Essex hat sich auch eine denkwürdige Verfolgungsjagd geliefert, aber das Einzige, was fehlte, war die rasante Action.
Normalerweise gilt Caroline Turner aus Romford in Essex als eine sehr besonnene und umsichtige Autofahrerin, aber es war die Beleuchtung, die ihr am Abend zu schaffen machte und die dafür sorgte, dass die 76-jährige Rentnerin in der falschen Richtung in den Kreisverkehr einfuhr. Sie bemerkte den Fehler und fuhr dann bei der nächsten Ausfahrt raus und bog dann völlig korrekt auf der Landstraße ein. Aber da hatte sie schon ein Polizeiwagen im Visier und hängte sich an ihre Stoßstange. Die Beamten gaben der alten Dame zu verstehen, dass sie anhalten soll, aber Caroline Turner dachte gar nicht daran. Was dann passierte, kann man als die wohl langsamste Verfolgungsjagd aller Zeiten bezeichnen, denn die Seniorin fuhr stur weiter mit 15 km/h und die Polizei hatte keine Chance, sie zum Anhalten zu bewegen. Erst nach 27 km, für die Mrs. Turner und ihre Verfolger eine Stunde benötigten, gelang es einem Polizeiwagen, die alte Lady endlich zu stoppen. Da sie aber sofort wieder Anstalten machte in ihren Wagen zu steigen, wurde sie festgenommen und musste eine Nacht in der Zelle verbringen.
Dies sei nicht ihr gewohnt hoher Fahrstil gewesen, sagte Caroline Turner dem Richter, aber den konnte sie nicht beeindrucken und wurde zu einer Geldstrafe von 115,- Euro verurteilt.
Related posts: