Wie kommen die meisten Menschen über den Ärmelkanal von England nach Frankreich? Mit der Fähre vielleicht, mit dem Zug unter dem Kanal oder bequem mit dem Flugzeug. Man kann allerdings auch ein Schlauchboot nehmen, wie drei junge Männer, die einfach mal eine kleine Reise zur See unternehmen wollten. Sie hatten schon reichlich gebechert, die drei jungen Herren zwischen 15 und 25 Jahren, als sie auf die Idee kamen, von ihrer Heimatstadt Worthing in der Grafschaft Sussex, eine kleine Reise nach Frankreich zu machen. Gesagt, getan, die Drei stiegen in ein Schlauchboot und machten sich auf den Weg. Man muss dazu sagen, dass sie weder Schwimmwesten, noch Leuchtraketen oder ein Navigationsgerät bei sich hatten, von einem Funkgerät für den Notfall ganz zu schweigen.
Sie traten ihre Reise in Shirts und Shorts, einem Paddel und einer Flasche Wein an. Nach elf Stunden entdeckte ein Vogelbeobachter das seltsame Trio im Schlauchboot auf hoher See und alarmierte die Küstenwache. Als das Schiff sich dem Schlauchboot näherte, wurde die Besatzung mit einem fröhlichen „Bonjour“ begrüßt, denn die wackeren Seefahrer von der Insel wähnten sich bereits in Frankreich. Aber sie waren nur knapp bis vor die französische Küste gekommen, als sie von der britischen Küstenwache aus dem Wasser gefischt wurden.
Mit leichten Unterkühlungen, einem schweren Kater und einem schlechten Gewissen, wurden die drei Seehelden ins Krankenhaus gebracht. Über den Ernst der Lage, in die sie sich in ihrem Leichtsinn gebracht haben, wurden sie sich erst viel später bewusst, als sie wieder nüchtern waren.
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