Wie reagiert eine Mutter, wenn sie an einem Sonntagmorgen ihr kleines Kind mit Fieber und einem hochroten Gesicht in seinem Bettchen findet? Sie wird sich sehr wahrscheinlich das Kind schnappen und so schnell wie eben möglich zu einem Notarzt oder direkt ins Krankenhaus fahren. Während der Untersuchung wird sie ihrem Kind die Hand halten und versuchen es zu beruhigen. Wenn der Arzt keine eindeutige Diagnose stellen kann, dann wird sie ins nächste Krankenhaus fahren, bis sie Gewissheit hat, was ihrem Sohn oder ihrer Tochter fehlt. Nichts von alle dem tat Deborah Copaken Kogan und trotzdem hat die Geschichte ihres Sohnes Leo ein Happy End.
Als der kleine Leo mit einem knallroten Gesicht und hohem Fieber aufwachte, fuhr seine Mutter mit ihm zum Arzt, aber anscheinend hat sie ihn allein in der Obhut des Arztes gelassen, denn als Leo untersucht wurde, hat sie im Wartezimmer Fotos von ihm auf ihre Facebook Seite geladen. Offenbar ist es jetzt üblich, dass man nicht mehr ohne den Laptop aus dem Haus geht, auch nicht wenn das Kind krank ist. Der Arzt konnte bei Leo nichts feststellen, außer einem Verdacht, dass es sich um Scharlach handeln könnte. Dafür wussten die Facebook Freunde von Deborah Copaken Kogan mehr, denn sie diagnostizierten beim Anblick der Fotos sofort das Kawasaki Syndrom, eine sehr seltene Krankheit der Arterien, die auch die Herzkranzgefäße angreifen kann. Wie gut, dass bei Facebook so viele Ärzte unterwegs sind, denn die Diagnose wurde im Krankenhaus bestätigt und der kleine Leo konnte gezielt behandelt werden.

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