Kleine Kinder glauben fest und unbeirrt an den Weihnachtsmann, der ihnen die Geschenke bringt. Erwachsene wissen es natürlich besser, aber wenn man kurz vor Weihnachten in die kleine amerikanische Stadt Reading kommt, dann scheint es so, als hätten die Kinder recht und den Weihnachtsmann gäbe es tatsächlich.

65.000 Einwohner hat Reading im US-Bundesstaat Pennsylvania, und gemessen an der Zahl seiner Einwohner eine der höchsten Arbeitslosenquoten im ganzen Land. Sehr viele Menschen in Reading müssen jeden Dollar mehrmals rumdrehen, bevor sie ihn ausgeben und das fällt natürlich in der Weihnachtszeit besonders schwer. Der Weihnachtsmann muss das gewusst haben, denn er kam nach Reading, um den Menschen dort eine Freude zum Fest zu machen. Ein unbekannter Mann ist durch die Stadt gewandert und hat 100,- Dollar Scheine verteilt. Er hat Menschen an der Bushaltestelle und in der Fußgängerzone glücklich gemacht, in dem er ihnen einfach die Scheine in die Hand gedrückt oder in die Jackentasche geschoben hat. Aber wer ist dieser großzügige Mann im roten Kostüm mit weißem Rauschebart? Er selbst nennt sich „Secret Santa“, also geheimnisvoller Weihnachtsmann. Hinter der Maske steckt aber ein Geschäftsmann, der eine Tradition weiterführt.
25 Jahre lang gab es in den USA einen unbekannten Weihnachtsmann, der den Bürgern mit Dollarscheinen eine Freude gemacht hat. Der Weihnachtsmann von heute musste nach eigenen Angaben dem früheren Weihnachtsmann auf dem Sterbebett versprechen, dass er diese Tradition weiterführt und das macht er jetzt unter anderem auch in Reading. An einem Tag hat „Secret Santa“ übrigens rund 20.000,- Dollar oder 15.000,- Euro verteilt.

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