Wer in ein Casino geht, der kann gewinnen oder verlieren, oder auch beides innerhalb in einem sehr kurzen Zeitraum. Ärgerlich ist es aber immer dann, wenn der Gewinn sich als Verlust herausstellt, denn das ist ein bisschen so wie sich über die richtig getippten Lottozahlen zu freuen, wenn man vergessen hat, den Schein abzugeben. So ähnlich erging es einem jungen Mann in einem Casino in Österreich.

Behar Merlaku konnte es gar nicht fassen, als alle Lichter an seinem Spielautomaten angingen und ihm die frohe Botschaft verkündeten, dass er soeben den Superjackpot von sage und schreibe 43 Millionen Euro gewonnen hat. Der 26 Jahre alte Behar war völlig aus dem Häuschen und versuchte sich schon vorzustellen, was er mit dem vielen Geld alles anfangen würde. Leider währte die Freude des vermeintlichen Gewinners nicht allzu lange, denn der Casinobetreiber in Bregenz machte die Freude des jungen Mannes zunichte. Es handele sich bedauerlicherweise um einen Softwarefehler, meinte die Verantwortlichen und Behar Merlaku hätte lediglich 70,- Euro und ein kostenloses Essen im Casinorestaurant gewonnen. Das wollte der Kurzzeitmillionär aber nicht annehmen und wurde deshalb aus dem Casino geschmissen. Merlaku nahm sich daraufhin einen Anwalt und bei einer Sichtung der Überwachungskameras wurde deutlich, dass nur vier der fünf Symbole aufgeleuchtet haben und damit der Millionengewinn rein rechtlich kein Thema mehr ist. Das sei aber nicht die Schuld seines Mandanten, argumentierte der Anwalt und klagte vor Gericht. Ob Behar Merlaku doch noch zum Millionär wird, das muss im Januar 2012 ein Gericht in Österreich herausfinden.

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